Unbefristete Vollzeitpflege: Dauer des Vermittlungsprozesses

Eine Anbahnung bei unbefristeter Vollzeitpflege dauert in der Regel etwa 2 bis 4 Monate.
Es besteht im gesamten Vermittlungsprozess bei allen Beteiligten die Möglichkeit, Bedenken einzuräumen. Zweifel und offene Fragen werden geklärt. Der Vermittlungsprozess kann von allen Beteiligten an jeder Stelle mit entsprechender Begründung abgebrochen werden.

Beteiligte sind:

  • die Herkunftsfamilie
  • die zukünftigen Pflegeeltern
  • die Fachkraft des Trägers
  • die Fachkraft des Jugendamts/ASDs
  • Sorgeberechtigte ( bzw. Pfleger/ Vormund)
  • je nach Alter das zu vermittelnde Kind/Jugendliche

Im gesamten Prozess werden Sie von einer Fachkraft von PiK beraten und begleitet, sowohl in persönlichen Gesprächen als auch telefonisch.

>>> Mehr zum Anbahnungsprozess

1. Kennenlernen des/der zuständigen Sozialarbeiter/-in und der Sorgeberechtigten in Begleitung der Fachkraft von PiK: Vorstellungen und Erwartungen 

2. Ggf. Kennenlernen der Herkunftseltern (falls diesen das Sorgerecht entzogen wurde) in Begleitung der Fachkraft von PiK. Ziele: Die Pflegeeltern trauen sich zu, das Kind dieser Herkunftseltern aufzunehmen. Sie trauen sich zu, ihnen im Rahmen der späteren Besuchskontakte mit dem Kind offen, respektvoll und wertschätzend gegenüber aufzutreten. 

3. Kennenlernen des Kindes/der Kinder: eine ausführliche Vor- und Nachbereitung mit der Fachkraft von PiK und den zukünftigen Pflegeeltern findet statt. Es herrscht eine offene Atmosphäre, die ein Kennenlernen und eine Annäherung ermöglicht. Signale und Tempo des Kindes werden beachtet.

4. Phasen der Kontaktanbahnung:
Im Zuge der Kontaktanbahnung werden die Dauer, die Häufigkeit der Kontakte und die Anzahl der beteiligten Personen kontinuierlich erweitert: 
1)Kontakte finden in der vertrauten Umgebung des Kindes statt.
2) Kontakte finden in der Nähe der vertrauten Umgebung des Kindes statt.
3) Stundenweise Besuche in der Wohnung der zukünftigen Pflegefamilie finden statt.
4) Übernachtungen bei der zukünftigen Pflegefamilie erfolgen.

5. Kriterien für eine erfolgreich abgeschlossene Anbahnung:
* Kontinuierliche, zuverlässige und verbindliche Kontakte haben Vertrauen zwischen zukünftiger Pflegefamilie und dem Kind geschaffen.
* Das Kind kennt die zum Haushalt der zukünftigen Pflegeeltern gehörenden Personen und die Räumlichkeiten.
* Das Kind fühlt sich wohl im Kontakt mit den zukünftigen Pflegeeltern. Es sind keine Widerstände gegenüber der zuständigen Pflegefamilie erkennbar.

6. Tag des Umzuges/Beginn des Pflegeverhältnisses:
* Betreuung und Versorgung des Kindes in der Pflegefamilie sind gesichert. Ggf. An- und Abmeldung von KiTa bzw. Schule
* In der Hilfekonferenz im Jugendamt wird mit den Pflegeeltern und der zuständigen Fachkraft von PiK der bisherige Verlauf der Vermittlung besprochen und ein Termin für den Umzug des Kindes in die Pflegefamilie festgelegt.
* Im Anschluss an die Hilfekonferenz schließt das Jugendamt einen Pflegevertrag mit der Pflegefamilie ab.

Pflegekind, Pflegeeltern, Pflegefamilie, Familie, Pflegevater, Pflegemutter, Vollzeitpflege, Kurzzeitpflege, Krisenpflege, Herkunftsfamilie, Familienkrise, Kind aufnehmen, Pflegeverhältnis, Eltern, Kurzzeit-Pflegekind, befristete Unterbringung, familiäre Belastung, familiäre Krise,  familiäre Not, Pflegekinderdienst, Pflegeelternschule, Wie werde ich Pflegemutter?, Ehrenamt, Bezugspersonen, Pflegeelterngruppe, Jugendhilfe, Regenbogenfamilie, Alleinstehende, Paare,