Unsere Grundhaltung

Pflegekinder werden unter besonderen Lebensumständen groß. Gerade deshalb ist es uns wichtig ihre Selbstwirksamkeit zu fördern. Die Kinder sollen erleben, dass sie wirksam darin sein können, ihr Leben mitzugestalten. Dafür möchten wir ihnen zuhören und ihre Sichtweisen kennenlernen, sie verstehen, sie informieren und aktive Beteiligung und Mitgestaltung fördern. In unserer Arbeit berücksichtigen wir immer Alter und Entwicklungsstand der Kinder. Für uns bedeutet Beteiligung Kinder zu schützen (z.B. ihnen bei Überforderung Entscheidungen abzunehmen) und zugleich zu unterstützen (z.B. ermutigen, die eigene Meinung zu äußern).

„Du bist bedeutsam.“
„Deine Meinung ist uns wichtig.“
„Du bist Expert/in.“
„Es ist hilfreich für dich, deine Meinung zu äußern.“

 

Kinder haben ein Recht auf Beteiligung

Sozialgesetzbuch VIII Kinder- und Jugendhilfegesetz

§ 8 Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

(1) Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen. Sie sind in geeigneter Weise auf ihre Rechte im Verwaltungsverfahren sowie im Verfahren vor dem Familiengericht und dem Verwaltungsgericht hinzuweisen.

(2) Kinder und Jugendliche haben das Recht, sich in allen Angelegenheiten der Erziehung und Entwicklung an das Jugendamt zu wenden.

 (3) Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf Beratung ohne Kenntnis des Personensorgeberechtigten, wenn die Beratung auf Grund einer Not- und Konfliktlage erforderlich ist und solange durch die Mitteilung an den Personensorgeberechtigten der Beratungszweck vereitelt würde.

UN Kinderrechtskonvention

Artikel 12 Berücksichtigung des Kindeswillens

Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife. (…)